Umoza na Malawi

Partnerschaft mit Malawi

Corona Virus trifft Malawi

MALAWI braucht HILFE – denn das Corona Virus ist auch dort angekommen. Das ist für ein so armes Land wie Malawi eine Katastrophe. Ein funktionierendes Gesundheitssystem kann man dort nicht erwarten, die Krankenhäuser liegen in weiter Entfernung und sind in schlechtem Zustand. Es fehlt dort schon an den Grundaustattungen, die in deutschen Krankenhäusern nicht mehr wahrgenommen werden, da sie als so selbstverständlich gelten.Wer die Bilder aus Italien und Spanien mit ihren immerhin europäischen Gesundheitsstandards in den letzten Tagen gesehen hat, kann sich die Ausmaße vorstellen, die das Virus in Malawi annehmen wird. Die offiziellen Zahlen scheinen auf eine geringe Bedrohung hinzudeuten – aber wo Tests kaum (zuverlässig) durchgeführt werden können, da bleibt auch die Dunkelziffer verborgen.Das Land steuert auf einen Zusammenbruch des beinahe nicht existenten Gesundheitssystems zu.

Ein Krankenwagen für Malawi

Bischof Martin Mtumbuka, von der Diözese Karonga, der schon häufige bei uns zu Besuch war, hat sich mit
einem Hilferuf an uns gewandt. Er versucht dringend, möglichst zeitnah einen Betrag in Höhe von 10.000,00 Euro zusammenzubekommen, um den einzigen Krankenwagen der Diözese, der auch entlegene Gebiete erreicht, mit einem Beatmungsgerät und anderen notwendigen Geräten aufzurüsten.

Das ist eine lebensrettende Maßnahme: Denn für die gesamte Diözese Karonga stehen nur zwei Krankenwagen zur Verfügung, für eine Fläche von 14.000 km2 und 400.000 Menschen. Und nur einer der beiden meistert die schwierigen Strecken, die zu den entlegenen Dörfern führen. Dieser Krankenwagen soll helfen, schwerst erkrankte Menschen in die Krankenhäuser in Karonga oder weiter nach Mzuzu zu bringen, dem nächstgrößeren Krankenhaus. Das Krankenhaus in Mzuzu hat immerhin Intensivbetten, liegt jedoch von Karonga ca. 3 Stunden entfernt. Schutzkleidung für das
medizinische Personal ist schon jetzt in keinem der Krankenhäuser mehr vorhanden.

Auch wenn wir uns hier derzeit in einer schwierigen Situation befinden: für ein so armes Land wie Malawi
ist es eine humanitäre Katastrophe, sollte sich das Corona Virus dort weiter ausbreiten. Durch Mangelernährung und die noch immer weit verbreiteten HIV Infektionen sind viele, auch jüngere Menschen und Kinder, schon vorbelastet. Das Gesundheitssystem ist schon jetzt unzureichend, es fehlt an Geräten und Medikamenten. Häufige Stromausfälle verschlimmern die Situation in den Krankenhäusern derzeit fast täglich für mehrere Stunden zusätzlich. Viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, Handhygiene ist denkbar schwierig, Seife zu teuer. Desinfektionsmittel und Handschuhe wären Luxusgüter.

So sehen malawische Krankenwagen aus...ein leerer Wagen mit einer Sitzbank

Die Ausstattung eines malawischen Krankenwagens

Zuhause bleiben ist keine Option

Auch Zuhause bleiben ist keine Alternative. Um Geld für das tägliche Leben zu haben, müssen die Menschen auf die Straßen, ihre Lebensmittel anbieten, Fahrradtaxi fahren, Wasser holen, Brennholz besorgen. Die Alternativen sind: Hungern – oder eventuell an Corona erkranken. Bischof Mtumbuka hat inzwischen einige Maßnahmen in Angriff genommen, um die Menschen zu schützen und auch über die Bedrohung durch den Virus aufzuklären. Die Aufrüstung des Krankenwagens hat dabei oberste Dringlichkeit.

Malawische Straßenverhältnisse für den Krankenwagen

Krankenwagen kämpft sich über malawischen Straßen zu den Patienten durch

Leben retten

Wir hoffen, dass wir ihn dabei unterstützen können und einen kleinen Beitrag leisten können, um Leben zu
retten. Unser Spendenkonto: IBAN DE76478535200057056947 Malawi-Projekt, kath. Kirchengemeinde

Auch unsere gesammelten Laptops und Handys leisten in dieser Zeit wertvolle Dienste. Über die sozialen
Medien können Informationen und Schutzmaßnahmen auch die Menschen erreichen, die in den entlegenen
Gebieten leben. Inzwischen haben wir rund 400 Handys nach Malawi schicken können. Etliche auch mit
Internetzugang. Wir sammeln weiter.

Bischof Mtumbuka und das Malawi-Team

Der Bischof zu Besuch in Kaunitz vor der Corona-Pandemie